Ursprünglich veröffentlicht von Vectors of Mind.
Ich führe gerade eine kurze Umfrage zu den frühesten Erinnerungen von Menschen durch. Falls du einen Moment Zeit hast, würde ich mich sehr über deine Rückmeldung freuen:
👉 Nimm hier an der Umfrage teil👈
Warum ich frage#
Falls du noch nicht an der Umfrage teilgenommen hast, tu dies bitte, bevor du den Rest liest, da ich deinen unberührten Geist nicht mit Ideen verderben möchte.
Scott Alexander schrieb kürzlich über zwei konkurrierende Erklärungsweisen für unsere „früheste Erinnerung“:
Man könnte zwei Geschichten über „erste Erinnerungen“ erzählen:
- Intelligenz und Gedächtnis entwickeln sich vom Säuglingsalter bis zum Erwachsenenalter allmählich weiter und erreichen schließlich einen Punkt, an dem Menschen reflektive Erinnerungen bilden und bewahren können. Es muss logisch gesehen irgendeine erste Erinnerung geben; wenn man also jemanden nach seiner frühesten Erinnerung fragt, kann diese Person sich gewöhnlich an eine erinnern.
- Es gibt einen Moment, in dem das sich entwickelnde Gehirn plötzlich von einer vorbewussten in eine bewusste Denkweise wechselt.
Die zweite Möglichkeit klingt verrückt. Aber ist sie das? Dasselbe geschieht ständig während Klarträumen. Und wenn du der Ansicht bist, dass Kühe beispielsweise nicht bewusst sind und dass ein sechs Monate altes Kind dümmer ist als eine Kuh, dann müssen Babys irgendwann vom unbewussten in den bewussten Zustand übergehen. Ist das Bewusstsein wirklich so vage, dass man diesen Übergang vollständig allmählich vollziehen kann, ohne einen ersten Moment des „Hm, das ist lustig“? Und was ist mit erleuchteten buddhistischen Mönchen? Sie behaupten, dass ihr Bewusstsein in einem bestimmten Moment von einer Weise in eine andere wechselt, an den sie sich danach für immer lebhaft erinnern (und der mit keinerlei Verhaltensänderungen verbunden ist, die beiläufige Beobachter bemerken könnten!).
Er konzentrierte sich auf Individuen, aber mich interessiert auch die Version auf der Ebene der Art: An welchem Punkt der Evolution dachte zum ersten Mal jemand „Ich bin“ und schaffte es, diese Erfahrung mitzuteilen? Selbst wenn Metakognition bei unseren Vorfahren äußerst sporadisch auftrat, könnte dieser Moment eine Gen-Kultur-Interaktion zur „nahtlosen Konstruktion des Selbst in jungen Jahren“ angestoßen haben, als Selbstbewusstsein zu einer Grundvoraussetzung für die Teilnahme an Kultur wurde.
Falls du die Umfrage bereits ausgefüllt hast – danke! Du kannst den Link gerne weitergeben: https://forms.gle/tfB1Aa6hcV4W5zHn8
